Heimatverein
MEMORIA Priort e.V.

Die Neugestaltung der Ortsmitte


So sah die Ortsmitte im Sommer 2008 aus.



2009 - 2010  Kunstprojekt mit Jugendlichen in Priort

Schon seit vielen Jahren wurde die Litfaßsäule in Priort`s Mitte nicht mehr genutzt.
Ab und zu ärgerten einen die Schmierereien darauf, aber letztendlich nahm man sie gar nicht mehr wahr. Beim Arbeitseinsatz im Herbst 2009 bekam die Säule zumindest einen neuen Anstrich und dabei entstand die Idee mehr aus der Säule zu machen. Sie sollte wieder ein „Hingucker“ werden, aber auch ihre eigentliche Funktion das Tragen von Informationen wieder erlangen. In Gesprächen mit Priortern  erfuhr ich durchweg positive  Meinungen zur  Veränderung der Litfaßsäule  und der Gedanke, dass Jugendliche und unser Künstler Herr Lachmund gemeinsam daran arbeiten, klang gut!
Im Februar 2010 trafen sich dann  interessierte Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren und Mitglieder des Heimatvereins MEMORIA (Herr Schreiter, Herr Mylo und Frau Kuhn) im Atelier von Herrn Lachmund. Schnell war klar, die Jugendlichen waren vom künstlerischen Verändern der Litfasssäule z.B. in Graffititechnik begeistert. Aber Erfahrungen damit hatte niemand und die Motivsuche stellte sich auch als schwierig heraus. Aus vielen Einfällen eine Gruppenarbeit  mit einem akzeptierten Thema zu entwickeln ist eben nicht so einfach.
So waren mehrere Gesprächsrunden notwendig, um sich anzunähern und Dank der Unterstützung von E.ON edis und ART-efx wurden die Gestaltungsmöglichkeiten konkreter und vorstellbarer in ihrer technischen  Umsetzung. Wichtig war uns immer – die Litfasssäule soll sich bildlich in unseren ländlichen Ort einfügen. Das gewählte Turmmotiv lässt aber auch zu, dass man an Märchen erinnert fühlt und der Hahn obenauf verstärkt dies noch mehr.
Am 22. Mai 2010 konnten dann acht Mädchen aus Priort mit Herrn Siering und Frau Kuhn loslegen. Das Wetter meinte es an diesem Samstag auch gut mit uns. Den Umgang mit den Dosen und das Sprühen in verschiedenen Techniken wurde uns durch Herrn Siering schrittweise erklärt. Jetzt gab es kein Ausweichen oder Probieren mehr – wir legten los mit den Feldsteinen im Sockelbereich. Diese gaben wir zunächst in ihrer Umrandung vor und sprühten sie anschließend in vielen natürlichen Farbtönen aus.  Licht und Schattenwirkungen versuchten wir realistisch durch helle und dunkle Farben zu erzielen. Danach arbeiteten wir uns immer weiter nach oben. Wir setzten die einzelnen größeren Steine ein, maßen die Fensterrahmen aus, verzierten ihre Rahmungen mit eckigen Steinen und gaben dem Turm eine graue  Dachziegelkante. Unsere Ergebnisse überraschten uns selbst, wenn uns auch bewusst war, dass dies nur durch die tolle Anleitung von Herrn Siering gelang. Er setzte in unseren Turm noch sehr viele Details ein und gab dem Gesamtbild den letzten Schliff!
Auf das Dach der Litfaßsäule konnte schon am Nachmittag der angefertigte Säulenhahn von Herrn Lachmund gesetzt werden. Dies machte Herr Berger mit seiner Technik möglich.
Zeitnah bekommt die Säule zwei wetterfeste Wechselrahmen, in die Plakate im Format A4 oder A3 gehängt werden können.
Nun übersieht unsere Litfaßsäule bestimmt keiner mehr! Spaß hat das gemeinsame Arbeiten auf alle Fälle gemacht und die Lust auf weitere Projekte ist geweckt.




















Allen Beteiligten gilt mein Dank für Ihre Mitwirkung.
Großes Waisenhaus zu Potsdam
E.ON-edis mit Herrn Sporberg als Ansprechpartner
ART-efx mit Herrn Bellovics und Herrn Siering
Herr Lachmund, Herr Florath, Herr Berger
Carolin Ullrich, Thersa Radtke, Georgia Lüttich, Virginia Lüttich, Denise Evers, Laura Evers, Anna- Lena Trenkel, Lisa-Eileen Nietzel
Herr Schreiter, Herr Mylo, Herr Zinnitz

Kirsten Kuhn
Ortsvorsteherin und Vorsitzende des Heimatvereins MEMORIA Priort e. V. - siehe Priorter Nachrichten - 02/2010


Herbst 2011

Im Herbst 2011 werden an der Litfaßsäule die ersten Schäden festgestellt. Es sind Risse in der besprühten Fläche zu erkennen. Eine Erkundung der Ursachen wird in Auftrag gegeben. Als Ergebnis wird festgestellt, das die Säule kein richtiges Fundament besitzt und die Feuchtigkeit von unten ungehindert eindringen kann. Es wird beschlossen eine neue Litfaßsäule zu errichten. Die Errichtung geht schnell von statten. Die Fertigstellung erfolgt im Frühjahr 2012. Leider muß die Gestaltung auf Grund von Terminproblemen mit den Künstlern noch ein Jahr warten.
siehe Priorter Nachrichten - 03/2011


April - Mai 2013

Die Gestaltung der Liftaßsäule wurde am 28.04.2013 fast abgeschlossen. Sechs Priorter Kinder und Jugendliche gestalteten mit Grafittikünstlern die neue Liftaßsäule. Die feierliche Einweihung fand am Sonntag dem 05. Mai 2013 um 15:00 Uhr im Rahmen des Festprogrammes zum 5jährigem Jubiläum des L´ATELIER D´ETE von Michael Lachmund statt. Mit musikalischer Begleitung zogen 150 Priorter und Gäste vom L´ATELIER D´ETE zur Litfaßsäule um dort mit einem Glas Sekt auf die neue Litfaßsäule anzustoßen.
Herzlichen Danke an alle, die uns bei diesem schönen Projekt geholfen und unterstützt haben.

Herzlichen Danke an alle, die uns bei diesem schönen Projekt geholfen und unterstützt haben:

Herr Andreas Lehmann (Bauausführung)
Herr René Schreiter (Konzept und Gestaltung)
Herr Sven Mylo (Projektbegleitung, Konzept und Gestaltung)
Priorter Jugendliche 

 Wir hoffen, das uns die Litfaßsäule lange erhalten bleibt.

siehe Priorter Nachrichten 03/2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühjahr 2014

Sie nimmt Gestalt an, die Idee der Neugestaltung der Priorter Ortsmitte. In den letzten Tagen wurden die Aufträge zur Erstellung der Fundamente, der Gestelle und der Tafeln an die ausführenden Unternehmen vergeben. Damit kann die sichtbare Gestaltung beginnen.


 

Die Ideensammlung zur Gestaltung unserer Ortsmitte nahm geraume Zeit in Anspruch. Es wurden mehrere Vorschläge eingereicht, für die wir uns an dieser Stelle nochmals bedanken möchten. Um zu einem für alle Seiten annehmbaren Vorschlag zu kommen, haben wir im Verlauf der zurückliegenden Monate verschiedene Male zu Treffen eingeladen, die für alle Beteiligten und Interessierte offen waren. Diese Treffen waren als Plattform für Diskussionen, Kritiken und weitere Anregungen gedacht, da hier stets die verantwortlichen Ansprechpartner zugegen waren. Im Ergebnis dieser öffentlichen Erörterungen haben wir versucht, die zahlreichen Ideen in einem geeigneten Projektvorschlag zu bündeln. Wichtiges Anliegen hierbei war es, die überaus kreativen Ideen soweit wie möglich zu berücksichtigen oder in abgewandelter Form in den Gesamtentwurf einfließen zu lassen.
Wir haben uns für diesen Ideen- und Gestaltungsfindungsprozess viel Zeit gelassen, um eine möglichst breite Diskussion zu ermöglichen und so viele Bürgerinnen und Bürger unseres Ortsteiles wie möglich einzubeziehen. Die Finanzierung des Projektes übernimmt der Heimatverein MEMORIA Priort e.V. aus eigenen Mitteln, wofür zweckgebundene Spendengelder gesammelt wurden.
Durch die Gemeinde Wustermark wurde derzeit mit der Erneuerung des Parkplatzes gegenüber dem Gemeindehaus in Nachbarschaft unseres Projektes begonnen. Auf dieser Fläche sollen 15 Parkplätze entstehen. Außerdem erhält der Platz zur Abgrenzung eine dekorative Mauer und auf der Chaussee werden zwei zusätzliche 2 Straßenleuchten installiert. Diese Arbeiten sollen zeitnah fertig gestellt werden. Mit der geplanten Fertigstellung unseres Projektes Ende August können wir dann Anfang September unsere neugestaltete Ortsmitte incl. Parkplatz einweihen.
Hiermit laden wir sie schon jetzt zu unserer Einweihungsfeier der neugestaltete Ortsmitte am 07. September 2014 ein. Die Einweihung findet im Rahmen des Tages des offenen Ateliers „L’ATELIER D’ETE“ von Michael Lachmund ab 14:00 Uhr statt.

Am Sonntag, dem 07. September 2014, kurz vor 15.00 Uhr war es dann soweit, unter Anwesenheit von vielen Priortern und Gästen wurde die neue Ortsmitte eingeweiht. Aus diesem Anlaß wurde auch unsere Wäscheleine mit alten und neuen Priorter Fotos wieder aufgehangen. Einen ausführlichen Bericht zur Eröffnung finden Sie in den Priorter Nachrichten 3/2014.

Herzlichen Danke an alle, die uns bei diesem schönen Projekt geholfen und unterstützt haben:

Herr Andreas Lehmann (Bauausführung)
Fa. Kösling Metallbau (Fertigung der Gestelle)
Fa. Hanck Werbung (Fertigung der Tafeln)
Herr René Schreiter (Konzept und Gestaltung)
Herr Sven Mylo (Projektbegleitung, Konzept und Gestaltung)

 

siehe Priorter Nachrichten - 03/2014

 

 

 Herbst 2017 - Die Priorter Bücherzelle

 

Vor zwei Jahren sah ich in Plauen (Vogtland) eine englische Telefonzelle, die zu einer Bücherzelle umfunktioniert war. Da fiel mir die Kiste im Vorraum des Gemeindehauses ein, und ich dachte mir, warum nicht auch in Priort? Während vieler Sitzungen des Ortsbeirates habe ich diese Idee immer wieder angesprochen und dann sagte endlich Herr Kühn zu mir: „Machen Sie. Das Geld wird im Ortshaushalt eingestellt.“
Zwischenzeitlich hatte der Ortsteil Wustermark über das Bürgerbudget auch eine Telefon-/Bücherzelle an der Hand. Schnell war der Kontakt zum Rathaus hergestellt und gemeinsam wurde an der Um­setzung gearbeitet. Ideen nahmen Gestalt an und wurden auch wie­der verworfen. Mit viel Glück wurde eine Firma gefunden, die ein Rund­um-Paket (Transport, Fundament, Vorlackierung) anbot. Dank der Hilfe des Bauhofs waren die anstehenden Pflasterarbeiten nach dem Aufstellen der Zelle auch schnell erledigt.
Am Gemeindefeuerwehrtag wurde die Bücherzelle offiziell eröffnet. Noch ist sie nicht ganz fertig. Im kommenden Jahr wird sie eine Innenbeleuchtung erhalten.
Mittels eines Flyers habe ich die Einwohner von Priort über das Projekt informiert. Inzwischen kenne ich jeden Winkel, aber auch jeden Hund im Ort.
Zum Schluss möchte ich sagen: „Vielen Dank an Alle, die an der Umsetzung der Idee beteiligt waren / geholfen haben.“

Dagmar Dominiak

siehe Priorter Nachrichten - 04/2017

 

 

 

 

 

 

 

Sommer 2018 - Infotafeln für die Siedlung

  • 2018-06-30-0011
  • 2018-06-30-0021
  • 2018-06-30-0009
  • 2018-09-22-R-0112

 

Für den 22. September 2018 hatte der Heimatverein MEMORIA Priort e.V. alle Einwohner und auch alle Gäste zu einem Rundgang durch die Priorter Siedlung eingeladen, um gemeinsam die neuen Tafeln einzuweihen. Rund 30 Besucher waren der Einladung gefolgt. Sie hatten die einmalige Gelegenheit, die neu aufgestellten Infotafeln von denjenigen vorgestellt zu bekommen, die sich am besten mit den Inhalten auskannten: unseren Schildpaten. Diese Mitglieder des Heimatvereins hatten in den zurückliegenden Monaten die nicht immer einfache Aufgabe übernommen, sich intensiv mit dem Werden und Gedeihen „ihres“ Objektes auseinanderzusetzen. So suchten und befragten sie Zeitzeugen, trugen alte Bilder zusammen, schrieben Texte für die Tafeln. Die reichhaltigen Informationen, die dabei zusammen kamen, waren in den meisten Fällen viel zu umfangreich für die doch eher kleinen Informationstafeln, so dass sie seit einigen Ausgaben unter dem Titel „Die Schildpaten berichten“ eine eigene Rubrik in den „Priorter Nachrichten“ füllen.
Während des Rundgangs wurden viele Fragen gestellt und viele interessante Geschichten ausgetauscht. Wussten Sie etwa, dass es einmal einen Fleischerladen in Priort gab? Oder dass der Wein aus Priort als der schlechteste in Brandenburg bekannt war? Mit den Informationstafeln im Dorf und in der Siedlung ist es MEMORIA gelungen, ein ganz besonderes Erbe zu bewahren – die Verbindung des mehrere Hundert Jahre alten Dorfkerns und der erst knapp 90 Jahre jungen Siedlung. An bedeutsamen Stellen werden so die Geschichte und die Entwicklung von Priort nacherlebbar. Und für die neuen und alten Einwohner konnte damit vielleicht ein Stückchen mehr Identität mit ihrem Heimatort geschaffen werden. Dies bleibt zu hoffen!
Insgesamt bereichern seit letztem Samstag 20 Text-Bild-Tafeln und zwei große Überblickstafeln unseren Ortsteil. Davon befinden sich 11 neue Tafeln in der Siedlung. Die zehn Infotafeln im Dorf sind bekanntlich seit 2016 dort zu besichtigen. Für einen besseren Überblick werden wir in einer der „Priorter Nachrichten“ einen Rundgang zu allen neuen und alten Tafeln abdrucken.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass viele neugierige Besucher aus Priort und aus der nahen und fernen Umgebung auf die Informationstafeln aufmerksam werden und dass alle Priorter gemeinsam auf ihren Erhalt achten mögen.

René Schreiter

Heimatverein MEMORIA Priort

Herzlichen Danke an alle, die uns bei diesem schönen Projekt geholfen und unterstützt haben:

Fa. Kösling Metallbau (Fertigung und Montage der Tafeln und der Ständer)
Herr René Schreiter (Konzept und Gestaltung)
Herr Sven Mylo (Projektbegleitung, Konzept und Gestaltung)
Schilderpaten vom Heimatverein MEMORIA Priort e.V.

Über den folgenden Link können Si sich eine Übersicht aller Infortafeln in Priort verschaffen.

siehe Priorter Nachrichten - 03/2018